⛰️ Besteigung von Giassara – Altavilla Vicentina (VI)
Klassifizierung: schwarz
Die Via Madurello, eine der anspruchsvollsten und schwierigsten Anstiege in den östlichen Berici-Bergen, ist Radsportbegeisterten als Giassara bekannt, da sie nach Norden ausgerichtet ist. Früher wurden in einigen Gebieten tatsächlich „Giassare“ ausgehoben, also Becken, in denen Eis gelagert wurde.
Die extrem anspruchsvolle und kräftezehrende Giassara führt von Nogarazza nach Perarolo, mit steilen Anstiegen und extrem herausfordernden Passagen mit bis zu 16 % Steigung! Eine rote Linie, die man nicht unterschätzen sollte. Respekt vor der Giassara! Die Giassara gibt nichts preis: Sie ist lang, uneben, mit einem wilden Start und einem scheinbar endlosen Ziel. Ein Anstieg für wahre Könner, mehr Psychologie als Spektakel, bei dem diejenigen gewinnen, die ihre Kräfte richtig einteilen.
📊 Allgemeine Informationen
- Ort: Altavilla Vicentina (VI)
- Seite: Giassara
- Länge: 3,12 km
- Höhenunterschied: 208 m
- Durchschnittliche Steigung: 6,4%
- Maximale Steigung: ~18–19 %
- Abflughöhe: ~ 42 m
- Ankunftshöhe: ~ 250 m
- Hauptbelichtung: Süden
- Klassifizierung: ⚫ Schwarz
🧠 Technische Analyse des Aufstiegs
Der Giassara ist ein dreiteiliger Anstieg mit einer sehr ungleichen Verteilung der Steigungen: am Anfang sehr anstrengend, dann leichter zu treten, aber immer noch fordernd.
🔴 Zone 1 – Die Anfangswand (0,0 – 0,7 km)
Sobald man die Stadt hinter sich gelassen hat, wird die Straße plötzlich steiler.
- Konstante Steigungen zwischen 12 und 16 %, mit Spitzenwerten oberhalb der 18%
- Enge Kurven und eine Straße, die steil in den Wald hinaufführt.
- Der anspruchsvollste Abschnitt des gesamten Aufstiegs
Hier liegt der entscheidende Unterschied: Wer zu schnell startet, wird in der Schlussphase des Anstiegs seinen Tribut fordern.
🟡 Zone 2 – Die zentrale Verschleißzone (0,7 – 1,4 km)
Hinter der ersten Wand flacht das Gefälle zwar ab, bleibt aber anspruchsvoll.
- Hänge zwischen 7 und 9 %
- Langer, gerader und psychisch anspruchsvoller Streckenabschnitt
- Kein wirklicher Erholungspunkt
Es ist das „Beinbrecher“-Segment: Es tötet nicht, aber es zehrt langsam auf.
🟢 Zone 3 – Das instabile Plateau (1,4 – 2,4 km)
Die Straße flacht etwas ab und wird glatter.
- Hänge zwischen 4 und 6 %
- Ständige Aufs und Abs
- Kurze, fast ebene Abschnitte
Es ist an der Zeit, Ihre Atmung neu zu ordnen, aber lassen Sie sich nicht ablenken: Die angesammelte Müdigkeit lastet schwer auf Ihnen.
Zone 4 – Das knifflige Finale (2,4 – 3,12 km)
Gerade als man denkt, es sei vorbei, legt Giassara noch eine Schippe drauf.
- Zurück zu 7-10% auf dem letzten Kilometer
- Die letzten 300 Meter sind schwieriger als sie aussehen.
- Ankunft in der Höhe ohne wirkliche endgültige Freigabe
Ein Ende, das diejenigen auserwählt, die von Anfang an wussten, wie sie mit sich selbst umgehen sollten.
🚴 Straßensensationen
Der Giassara ist ein Anstieg, der „den Magen zusammenzieht“.
- Brutaler Start
- Immer hohes Tempo
- Wenige Panoramakurven, viel Wald und Stille
Es ist ein Aufstieg zur Selbstreflexion: Man spürt nur den eigenen Atem, die Kette, das Herz. Er bietet kein unmittelbares Spektakel, aber ein tiefes Gefühl persönlicher Befriedigung, sobald man den Gipfel erreicht hat.
🌿 Naturalistische Aspekte
Du trittst in die Pedale, während du in die Umgebung eintauchst Wälder der Berici-Hügel, Zwischen:
- Flaumeichen, Hainbuchen und Kastanienbäume
- Lichtungen, die sich zur Ebene von Vicenza hin öffnen
- Typische Fauna am Hang (Rehe, Greifvögel, Hasen)
Die Atmosphäre ist intim, fast schon gebirgig, trotz der bescheidenen Höhe.
🏛️ Künstlerische und kulturelle Orte
Um:
- Le Venezianische Villen verstreut über die Hügel von Altavilla
- Antike ländliche Steinviertel
- Die historische Landschaft der Berici-Hügel, geprägt durch jahrhundertelange Landwirtschaft
Keine spektakulären Denkmäler, sondern ein weitverbreitetes Erbe, das die Geschichte der Hügelkultur von Vicenza erzählt.
🛠️ Wie man damit umgeht
Die Giassara ist ein Paradebeispiel für eine Klettertour in Sachen Kraftmanagement.
Empfohlene Verhältnisse:
- Kompakt 34
- Mindestens eine Kassette 11-32, besser 11-34
Strategie:
- Erster Kilometer: niedrige Schwelle, lass dich nicht mitreißen
- Mittelteil: regelmäßiger Rhythmus, niemals den Atem anhalten
- Letzter Kilometer: kontrollierter Fortschritt
Es ist besser, am Anfang 10 Sekunden zu verschwenden als am Ende 2 Minuten.
🆔 Identikite des Aufstiegs
- Typ: Widerstand + Stärke
- Gelände: Guter Asphalt, schmale Straße
- Stil: Abnutzungssteigerung
- Kernpunkt: Erster Kilometer
- Ideal für: Reine Kletterer, Schwellentraining
- Feind von: Explosive Tempomacher und Vollgasstarts
🏁 Kurz gesagt
La Giassara Es ist eine wahrlich schwarze Klettertour in den Berici-Bergen: Sie beeindruckt nicht durch ihre Höhe, sondern durch ihre Struktur. Sie ist mehr eine mentale als eine physische Herausforderung. Wer sie mit Köpfchen meistert, entdeckt eine der prägendsten Touren der Gegend. Eine Tour, die man nicht vergisst – denn sie lehrt, methodisch zu leiden.